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AYNI – Die Kraft des Gebens und Empfangens

13. Okt.
3 Min. Lesezeit

Kennst du dieses Gefühl, dass du immer nur gibst? Du bist für andere da, teilst deine Liebe, deine Zeit und deine ganze Kraft. Und irgendwann fragst du dich, wann eigentlich mal etwas zu dir zurückkommt.

Ganz ehrlich, ich kenne diesen Platz sehr gut. Und das, obwohl ich ein unglaublich erfülltes Leben führe und mich in so vielen Bereichen gesegnet fühle. Trotzdem gibt es da eine alte Wunde in mir, die sich immer wieder zeigt. Besonders dann, wenn es ums Empfangen geht.

In den vergangenen Tagen durfte ich dazu einige wertvolle Erfahrungen machen, die mich noch tiefer mit einem Prinzip verbunden haben, das mir sehr am Herzen liegt.



Was bedeutet AYNI?


AYNI stammt aus dem Quechua und beschreibt das Prinzip der Gegenseitigkeit, das in den Gemeinschaften der Anden eine wichtige Rolle spielt.


Menschen unterstützen sich gegenseitig, teilen ihre Ressourcen und tragen füreinander Verantwortung.

Für mich bedeutet AYNI aber noch so viel mehr. Es ist die Erinnerung daran, dass wir Teil eines großen Ganzen sind, dass wir unsere eigene Medizin mit der Welt teilen dürfen und gleichzeitig lernen, die Geschenke des Lebens anzunehmen.

Denn Fülle entsteht für mich nicht dadurch, dass ich möglichst viel besitze, sondern dadurch, dass ich mich verbunden fühle. Mit mir selbst, mit anderen Menschen und mit Mutter Erde.



Warum fällt es uns so schwer, zu empfangen?


Vor Kurzem habe ich gemeinsam mit meiner Freundin Martha ein neues Retreat vorbereitet. Ein wunderschönes Herzensprojekt, auf das ich mich schon lange freue. Ich bringe meine Erfahrungen aus vielen Jahren Retreat-Arbeit mit, während Martha ihre ganz eigene Medizin, ihre Erdverbundenheit und ihre liebevolle Art einbringt.


Eigentlich eine wundervolle Verbindung, oder? Und trotzdem habe ich plötzlich gemerkt, wie eine alte Wunde berührt wurde. Da kam dieser Gedanke auf, dass ich wieder mein ganzes Wissen und meine Erfahrungen teile, ohne zu wissen, was eigentlich zu mir zurückkommt.

Dabei liebe ich unsere gemeinsame Vision und vertraue Martha zutiefst. Aber genau daran durfte ich erkennen, wie tief diese alte Angst vor dem Mangel noch in mir sitzt.


Ich musste mir auf meinem eigenen Weg vieles selbst erarbeiten und habe dabei gelernt, Verantwortung zu übernehmen und Dinge alleine zu schaffen. Doch genau das macht es manchmal schwierig, Kontrolle abzugeben und Unterstützung anzunehmen.



Sich wirklich lieben zu lassen bedeutet auch, die Kontrolle loszulassen.

Dieser Gedanke hat mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt. Denn wenn ich mich ständig darum kümmere, alles selbst im Griff zu haben, lasse ich vielleicht gar keinen Raum dafür, dass mich das Leben überraschen darf.



Selbstfürsorge ist kein Egoismus


Bei meinem letzten Schwitzhütten-Retreat erzählte ein Teilnehmer, dass er sich nach vielen Jahren, in denen er vor allem für andere da war, endlich wieder um sich selbst kümmern möchte. Fast entschuldigend fügte er hinzu, dass das vielleicht egoistisch klingen würde.

Und ich dachte nur, warum eigentlich? Warum haben wir gelernt, dass es egoistisch ist, unsere eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen? Gerade wenn wir viel für andere tun, vergessen wir manchmal, dass wir selbst genauso viel Fürsorge verdienen.


Für mich beginnt AYNI genau hier. Im Bewusstsein, dass wir nicht nur geben müssen, sondern auch empfangen dürfen. Dass unsere Bedürfnisse genauso wertvoll sind wie die der Menschen, die wir lieben.



Vielleicht magst du dir dazu einmal drei Fragen stellen.


  • Wo gebe ich gerade mehr, als mir wirklich guttut?

  • Kann ich Unterstützung annehmen, ohne sofort etwas zurückgeben zu wollen?

  • Was brauche ich gerade, um mich genährt und verbunden zu fühlen?



Deine Medizin ist ein Geschenk für die Gemeinschaft


Ich glaube zutiefst daran, dass wir alle unsere ganz eigene Medizin in uns tragen. Unsere Erfahrungen, unsere Fähigkeiten, unsere Liebe und auch die Schätze, die aus unseren dunklen Stunden gewachsen sind. All das hat einen Wert und darf mit anderen Menschen geteilt werden.


Dabei müssen wir nicht alle gleich sein oder zur selben Zeit blühen. Schau dir nur die Bäume im Wald an. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus und trotzdem sind sie Teil einer lebendigen Gemeinschaft.

Genau daran erinnert mich AYNI. Wir müssen nicht miteinander konkurrieren oder alles alleine schaffen. Wir dürfen uns gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und gemeinsam wachsen. Und vielleicht dürfen wir auch lernen, darauf zu vertrauen, dass wir nicht immer alles kontrollieren müssen.


Wenn du dich tiefer mit deiner eigenen Medizin, Gemeinschaft und den Mysterien des Lebens verbinden möchtest, lade ich dich ein, meine Mysterienschule kennenzulernen.


Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich für die Fülle des Lebens öffnen kannst und genau das bekommst, was du wirklich brauchst.


Alles Liebe


Inga Marie Laumann



Höre den passenden Podcast zu diesem Thema:



Meinen Podcast findest du hier:




 
 
 

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